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Im Nationalsozialismus


Die Leonhardskirche war zwischen 1933 und 1937 ein Schwerpunkt des Kirchenkampfes, der Unsicherheit und Spaltung in die Kirchenge-
meinde brachte. Die Mehrheit der Kirchenge-
meinderäte, die Gemeindeglieder und vor allem die Pfarrer Wilfried Lempp, Paul Keppler und Friedrich Epting wehrten sich jedoch mutig und erfolgreich gegen die Versuche des 3. Stadt-
pfarrers Georg Schneider, aus der Kirche Reuchlins, Riegers, Hofackers und Knapps eine antisemitische Kirche der nationalsozialistischen Deutschen Christen zu machen und damit das Christenkreuz mit dem Hakenkreuz zu verbinden. Georg Schneider durfte nicht mehr in der Leonhardskirche wirken, und auch die übrigen evangelischen Kirchen des Landes waren ihm verschlossen.


Wilfried Lempp, 1. Pfarrer an der Leonhardskirche von 1935-1945
 

Bildtext
 

Im Nationalsozialismus (2)


Über das Verhältnis zwischen Christen und Juden in der Leonhardsgemeinde fehlen genauere Informationen. Friedrich Epting, später Prälat in Ulm, in den dreißiger Jahren als junger Vikar und Pfarrer bei der Leonhardskirche tief erfüllt von den Gedanken der Bekennenden Kirche, schreibt in einer Erinnerung:


´Im ganzen Verhältnis zu den Juden macht mir besonders die Frage zu schaffen, wie wir, das Konfirmationsbüchlein in der Erinnerung, eigentlich damals alle weggesehen haben. ... Ich denke noch daran, wie in der Schlosserstraße 2 ein Betsaal für ganz orthodoxe Juden war. Auf einmal sah man sie am Samstag nicht mehr. Niemand von uns fragte danach.´


Materialheft 4 Euro
 

Im Nationalsozialismus (3)


Zu diesem Thema fand im Jahre 2000 in der Leonhardskirche eine große Ausstellung ´Zerstörung und Wiederaufbau´ statt. Zu ihr ist ein Materialheft erschienen. In ihm sind zu diesem Thema enthalten: eine ausführliche Chronik der Zeit, die Erinnerungen von Friedrich Epting ´Die Leonhardsgemeinde und die Deutschen Christen´und der ´Rückblick auf mein Leben 1935-1945´ von Lic. Wilfried Lempp.
Das Materialheft kann beim Pfarramt bezogen werden.