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St. Leonhard ist 550 Jahre alt

Anlässlich des 550. Geburtstages unserer Kirche St. Leonhard hatte die Gemeinde zu zwei zusammengehörigen Veranstaltungen eingeladen: Zunächst fand am 23. Oktober ein Festgottesdienst mit Musik von G. F. Händel in einer Bearbeitung von Roland Eckert und der Predigt von Dekan Søren Schwesig statt. Im Zentrum der Predigt standen Werte wie Beständigkeit und Veränderung; vor dem Hintergrund der Kirche, die unsere Stadt Stuttgart in mehr als 550 Jahren der stetigen Veränderung gesehen hat, aber auch bezüglich unserer Reaktion auf weltweite gesellschaftliche Megatrends.

Mit Paulus Sätzen an die Philipper: „Prüft, worauf es wirklich ankommt“ ermutigte
Søren Schwesig die Leonhardgemeinde, ihren Weg zu suchen und Begonnenes zu Ende zu führen. Anschliessend feierten die Menschen im Chorraum der Kirchen mit  Sekt und leckeren Häppchen den runden Geburtstag.


 

Am darauf folgenden Mittwoch trafen sich Gemeindemitglieder und Interessierte zu einem Vortrag des ehemaligen Chefarchivars der Ev. Landeskirche, Prof. Dr. Ehmer, der die Entstehung der Kirche und Ihre wachsende Bedeutung für Stuttgart beeindruckend skizzierte. Unter der Moderation von Pfarrer Schwarz startete eine Podiumsdiskussion, zu welcher profilierte Personen aus Politik, Verwaltung und Architektur eingeladen waren:
Heinrich-Herrmann Huth, Bürgermeister
Peter Pätzold, Bezirksvorsteherin
Veronika Kienzle, Heinz Rittberger und
Prof. Horst Sondermann.

Vor dem Hintergrund der folgenschweren städtebaulichen Eingriffe in die gewachsene Struktur der Innenstadtbezirke wurde der Wunsch thematisiert, die Altstadtquartiere Bohnenviertel und Leonhardsviertel wieder zusammenzuführen und so an die Kernstadt so anzubinden, dass das schlimme Handicap der Trennung durch die Bundesstraße wegfällt.

Der ersehnte Abriss des Züblin-Parkhauses und der damit verbundene Flächenrückgewinn birgt das Potenzial zu einer echten Aufwertung des Ortes in unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche und ruft geradezu nach Bürgern, insbesondere Anwohnern, Ideen zu entwickeln, die die Standardnutzung Büroflächen und Cafés im Erdgeschoss deutlich hinter sich lässt:

Pfarrer Schwarz kann nach der so gelungenen Umgestaltung des Hospitalviertels auf wertvolle Erfahrungen zurückgreifen, wie man ein Quartier wieder kulturell auflädt, um das Bleiben über das Vorbeigehen zu stellen. Passend zu diesem Gedanken bot das Leonhardsquartett mit Musik von Haydn einen wunderbaren Rahmen.